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Online Abschluss im Internet oder fachkundige und unabhänige Beratung?

Online Abschluss Im Internet Oder Fachkundige Und Unabhänige Beratung?

Jeder Kunde sollte sich vor Abschluss eines Versicherungsvertrages im Internet folgende Punkte genau überlegen:

1. Will ich eine Beratung und soll diese dokumentiert werden, falls es später einmal zu einem Streit kommt? Vieles von dem, was man im Netz machen kann, stellt keine Beratung dar. Oftmals muss man, bevor man etwas beantragt, durch Anklicken bestätigen, dass man auf eine Beratung verzichtet. Versicherer, die per Fernabsatz Verträge abschließen (‘Pfefferminzia direkt’ oder ’24′), sind schon gesetzlich nicht zu einer Beratung verpflichtet. Wenn eine Beratung angeboten wird, sollte sie auch vernünftig und nachvollziehbar sein.

2. Falls eine Beratung erwünscht ist, soll sie auch unabhängig sein? Dann sollte man darauf achten, dass man sich von einem Versicherungsmakler beraten lässt, dessen gesetzliche Pflichten über das Maß eines Versicherungsvertreters hinausgehen. Denn ein Versicherungsmakler steht für seine Beratung in der Haftung. Desweiteren sollte man auch wissen, dass mehr als 80% der Versicherungsvermittler nicht unabhängig, sondern an ein  Versicherungsunternehmen gebunden sind.

3. Unabhängig von einem Beratungswunsch zum Abschluss: Was ist während der Laufzeit eines Vertrages, was ist im Schadensfall? Wer macht einen auf notwendige Änderungen aufmerksam? Will man sich alleine dem Versicherer gegenüberstehend mit ihm auseinander setzen? Könnte man sachkundige Hilfe von jemandem gebrauchen, der nicht auf der Seite des Versicherers steht? Was ist bei größeren Schäden z.B Rohrbruch im Haus? Wenn man sein Haus in Hamburg bei einem Onlineportal in München versichert, kommt jemand im Schadensfall nach Hamburg? Oder muss man sich dann alleine mit dem Regulierer der Versicherung auseinander setzen? Schließe ich eine Berufs- bzw. Dienstunfähigkeitsversicherung ab, hat mein Vermittler wenigstens schon ein paar Leistungsfälle bearbeitet, sodass er weiß, was er – egal ob online oder face-to-face – vermittelt?

4. Wie ist das überhaupt mit Online-Formularen: Man kann dort ja meistens nur ‘Ja’ oder ‘Nein’ anklicken. Was klickt man an, wenn die Antwort ‘nicht bekannt’ lauten müsste? Und wer ist verantwortlich, wenn eine Angabe in einem Antrag nicht korrekt ausgefüllt ist? Auf Papierformularen kann man kreativ tätig werden (und etwas ergänzen). Kann man das auch in den Formularen des auserkorenen Onlineanbieters?

Nutzen Sie die Chance auf eine neutrale kostenfreie und vor allem unabhängige Beratung.

Es lohnt sich. Keine Verpflichtungen, fair und mit dem nötigen Überblick für Sie. Versprochen!

Bild: „Colleagues holding question mark signs in front of their faces“ – iStock.com / Jacob Wackerhausen

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